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MMKK Museum für Moderne Kunst Kärnten: BILDER EINER LANDSCHAFT

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Michael Kruscha (DE), o. T., 2018, Acryl auf Leinwand, 80 x 100 cm
Michael Kruscha (DE), o. T., 2018, Acryl auf Leinwand, 80 x 100 cm
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Die Ausstellung „BILDER EINER LANDSCHAFT. WOBRAZE KRAJINY. WOBRAZY KRAJINY. PODOBE POKRAJINE.“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stiftung für das sorbische Volk mit dem Sorbischen Museum Bautzen (D), der Koroška galerija likovnih umetnosti (Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Koroška) in Slovenj Gradec (SLO), dem Museum Moderner Kunst Kärnten in Klagenfurt (A) und dem Wendischen Museum Cottbus (D).

Insgesamt 12 Künstlerinnen und Künstler, jeweils vier aus den drei Teilnehmerländern, setzen sich in ihren Arbeiten mit interkulturellen und interdisziplinären Entwicklungsprozessen der Landschaft und Kultur auseinander.
Die individuelle Wahrnehmung von Landschaft und ihren Veränderungen steht in engem Zusammenhang mit der Produktion von bildkünstlerischen Werken, literarischen Wortbildern und musikalischen Klangbildern. „Landschaften werden zu Energieträgern, deren Abbilder zu Ideenträgern“, so der Kärntner Slowene Karl Vouk in seiner Einführung zum gemeinsamen Kulturprojekt. Landschaften sind als Teil des kollektiven Gedächtnisses anzusehen. In ihnen wurzeln nationale und kulturelle Identitäten. 
Die ausgewählten Kunstwerke der Ausstellung fordern auf, sich mit diesen Abbildern zu identifizieren, Wandlungsprozesse wahrzunehmen und gegebenenfalls in Frage zu stellen. Immer der Tatsache bewusst, dass die jeweiligen Wahrnehmungs- und Beurteilungsqualitäten Bezugspunkten unterworfen sind, die sich gemäß wechselnder Perspektiven verändern können. So entsteht für die Besucherinnen und Besucher ein Spannungsbogen, der einerseits spezifische Problematiken sichtbar macht und andererseits die Übergänge von Landschaft, Kultur und Gesellschaft unterstreicht.
Das Projekt als Gemeinschaftsvorhaben verbindet Künstler, Museen, Kulturstätten sowie unterschiedliche Institutionen. Neben der Hauptausstellung findet in allen drei Ländern ein zusätzliches Rahmenprogramm statt, wodurch neben den künstlerischen Positionen aus dem Bereich Bildende Kunst, auch die Gebiete der Literatur und Musik zum Thema „Bilder einer Landschaft“ im Zusammenhang mit „Übergang“ präsentiert und zusammengeführt werden.
Der Projektauftakt des Drei-Länder-Kunstprojekts fand am 26. Mai 2019 im Bautzener Sorbischen Museum statt, wonach die Werke Anfang Oktober 2019 ins Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Koroška in Slovenj Gradec wanderten. Bis zum 12. April ist die Ausstellung noch im Museum Moderner Kunst Kärnten zu sehen, bevor die Werke die Reise zu ihrer letzten Station in Cottbus antreten werden.

fokus sammlung 06. ABSTRAKT. Geometrie + Konzept
Im Rahmen der Reihe „fokus sammlung“, in der regelmäßig thematische Ausstellungen aus den Beständen der Kunstsammlung des Landes Kärnten/MMKK gezeigt werden, widmet sich das Museum Moderner Kunst Kärnten nun, nachdem die großen Themen der Malerei – Landschaft, Menschenbild, Tierdarstellung und Stillleben – bereits in Ausstellungen und Publikationen abgehandelt wurden, dem umfassenden und heterogenen Bereich des Abstrakten. Die ungegenständliche Kunst, die bedeutende Innovation des 20. Jahrhunderts, lässt sich in zwei Möglichkeitsformen unterscheiden: die geometrisch-konstruktive und die lyrisch-gestische Variante. In einem ersten Teil werden in einer Schau mit dem Untertitel „Geometrie und Konzept“ Positionen zusammengefasst, die sich auf die systematische Auseinandersetzung mit Farbe, Form, Fläche und Raum beziehen, auf einem logisch-mathematischen Prinzip beruhen und sich eines minimalistischen bildnerischen Vokabulars bedienen, das auf geometrische Elementarformen sowie eine reduzierte Farbigkeit beschränkt ist und damit im Nachhall der stilbildenden Strömungen von Konstruktivismus und Konkreter Kunst (der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts) wie den darauf folgenden Entwicklungen von amerikanischer Farbfeldmalerei, Minimal und Optical Art sowie konzeptueller Tendenzen stehen. Obzwar es in der österreichischen Kunst im Bereich der Geometrischen Abstraktion im vergangenen Jahrhundert keine stringente, durchschlagskräftige Bewegung gab und die österreichischen Künstler*innen nicht an der Entwicklungsspitze des Genres zu finden waren, tauchen punktuell immer wieder hervorragende Einzelleistungen im Kunst- und Ausstellungsbetrieb auf, von denen so manche auch Eingang in die Sammlung des MMKK gefunden haben. Aus diesem Fundus hat man für die Ausstellung Werke von namhaften Künstlerinnen und Künstlern versammelt, wie zum Beispiel von Karl Hikade, Hermann Josef Painitz, Heimo Zobernig, Josef Dabernig, Esther Stocker, Martina Steckholzer, Thomas Baumann, Luisa Kasalicky, Manuel Knapp, Roland Kollnitz, Suse Krawagna, Sabina Hörtner oder Mar Vicente und von vielen anderen mehr. 
24. September 2020 bis 10. Januar 2021

www.mmkk.at

Episode 45