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Karlsruhe – UNESCO City of Media Arts

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Lichtkunst-Instal­la­tion des Karlsruher Licht­künst­lers Rainer Kehres © Stadt Karlsruhe, Kulturamt
Lichtkunst-Instal­la­tion des Karlsruher Licht­künst­lers Rainer Kehres © Stadt Karlsruhe, Kulturamt
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Die Aufnahme Karlsruhes in das weltweite UNESCO-Netzwerk als City of Media Arts bedeutet für die Stadt Auszeich­nung und Auftrag zugleich. Darum strahlte vom 9. Dezember 2019 bis 16. Februar 2020 eine aus 99 Globen bestehende Lichtkunst-Instal­la­tion des Karlsruher Licht­künst­lers Rainer Kehres vom Karlsruher Rathaus­bal­kon in die Welt. Zudem fördert die Stadt Karlsruher Kunst- und Medien­schaf­fende, Initia­ti­ven und Insti­tu­tio­nen für lokale Medien­kunst­pro­jekte und zur Verstär­kung des inter­na­tio­na­len Austauschs.

Am 30. Oktober ist die Stadt Karlsruhe als erste und einzi­ge ­deut­sche Stadt in das inter­na­tio­nale UNESCO Creative Cities ­Net­work als Stadt der Medien­kunst aufge­nom­men worden. Sie steht da­mit künftig in einem Austausch mit Medien­kunst- und Krea­tivstäd­ten weltweit. In wachsendem Maße sind es die Städte, in denen die Menschen über Lösungen für die gesell­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen disku­tie­ren. Karlsruhe versteht dies als wich­ti­gen Auftrag auf kommunaler Ebene und sieht die Städte in ihrer Netzwerk­ar­beit als Gestal­te­rin­nen der weltweiten Zukunft.
„Es geht in den Städte-Netzwerken darum, Erfah­run­gen zu teilen, um mitein­an­der zu lernen, um Menschen über alle Grenzen hinweg ­zu­sam­men zu bringen, um gemeinsam Projekte zu entwickeln, um Krea­ti­vi­tät und Vielfalt zu teilen und zu erleben,” stell­t O­ber­bür­ger­meis­ter Dr. Frank Mentrup fest. „Medien­kunst gehört zur DNA Karlsruhes. Insoweit ist die Entschei­dung der UNESCO ­Ge­ne­ral­di­rek­tion in Paris nur folge­rich­tig. Der Titel ist Aus­zeich­nung und Auftrag zugleich”, so Mentrup weiter.
Die städtische Bewerbung und der darin enthaltene Aktions­plan ­für die Jahre 2020-23 ist unter der Feder­füh­rung des Kultu­ramts ­mit der Unter­stüt­zung von rund 40 Karlsruher Netzwerk­part­nern aus Kultur, Kreativ­wirt­schaft, Forschung, Wissen­schaft und der Open- Source-Szene sowie städti­schen Gesell­schaf­ten und Dienst­stel­len als Gemein­schafts­werk entstanden. Die im Ak­ti­ons­plan formu­lier­ten Handlungs­fel­der umfassen die Me­dien­kunst im öffent­li­chen Raum, Förderung von Me­dien­kunst-Projekten und Stadt­ent­wick­lung durch Kultur- und Krea­tiv­wirt­schaft auf lokaler Ebene wie auch den Ausbau der in­ter­na­tio­na­len Koope­ra­ti­ons­netz­werke der Stadt, der Kultur- und Wis­sen­schaft­sein­rich­tun­gen sowie Partner­schaf­ten mit dem Glo­ba­len Süden.
„Als City of Media Arts sind wir nun ausge­zeich­net als eine Stadt, die mit Medien­kunst die avancier­teste Kunstform an der Schnitt­stelle von Kunst, Techno­lo­gie und Forschung fördert und be­stärkt”, betont Bürger­meis­ter Dr. Albert Käuflein.
Die Umsetzung des Aktions­pla­nes soll in den kommenden vier Jah­ren erfolgen und aus der Stadt­ge­sell­schaft heraus entstehen. Als Mitglied des weltweiten UNESCO-Städte­netz­werks versteht die Stadt Karlsruhe Kultur- und Kreati­vi­tät als Motor der Stadt­ent­wick­lung und die Aufnahme ins Netzwerk als Auftrag, Medien­kunst-Projekte zu fördern, die sich auch an den 17 Zielen der Agenda 2030 für nachhal­tige Entwick­lung der Verein­ten Na­tio­nen ausrichten.
„Karls­ruhe besitzt vielfäl­tige kulturelle Potenziale. Auch au­ßer­halb des weltweit renom­mier­ten ZKM integrie­ren zahlrei­che Pro­jekte in der Karlsruher Kultur­szene bereits jetzt Medien­kunst­ und setzen sich inter­dis­zi­pli­när mit ihr ausein­an­der, zum Bei­spiel mit Tanz, Oper und Kreativ­wirt­schaft“, erläu­ter­t ­Kul­tu­ramts­lei­te­rin Dr. Susanne Asche.
Nach der UNESCO-Entschei­dung sind jetzt weitere Projek­te er­wünscht. In einem ersten Schritt hat die Stadt Karlsruhe ein Budget für lokale Medien­kunst­pro­jekte wie auch für Netzwerk- Akti­vi­tä­ten zur Inten­si­vie­rung von Austausch und Koope­ra­tio­nen auf inter­na­tio­na­ler Ebene für Karlsruher Kultur- und Me­dien­schaf­fende, Initia­ti­ven und Insti­tu­tio­nen ausge­schrie­ben. Der Gemein­de­rat hat hierfür zusätz­li­che Mittel in Höhe von 100.000 Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt.

Lichtkunstinstallation „Kaskade”
Ein sichtbares Zeichen mittels Medien­kunst setzte die Stadt mit der Globen-Lichtkunstinstal­la­tion „Kaskade” des Karlsruher Licht­künst­lers Rainer Kehres, der dieses Werk speziell für die Karlsruher Rathaus­fassade anlässlich der Aufnahme in das globale UNESCO-Netzwerk geschaffen hatte. Die 99 in einer Matrix instal­lier­ten Globen, die einzeln ansteu­er­bar waren, strahlten auch mit wieder­keh­ren­den Licht­spie­len und Botschaf­ten vom Rathaus­bal­kon in die Stadt und die ganze Welt.

en.unesco.org/creative-cities/events/unesco-designates-66-new-creative-cities

Episode 8