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Werner Berg Museum: „doma/daheim“

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Werner Berg_Bauernpaar,1973 © Werner Berg Museum
Werner Berg_Bauernpaar,1973 © Werner Berg Museum
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Die Ausstellung zeigt Porträts von Menschen, deren Sprache selbstverständlicher Bestandteil Kärntens ist. Sie „vor den Vorhang zu holen“ ist Ziel der Gegenüberstellung von Werken der Fotokunst Karlheinz Fessls mit vielen Ölbildern und Holzschnitten Werner Bergs. Multimedial präsentiert ergibt die Fülle der Einzeldarstellungen ein vielfältiges Gesamtbild. Wie Kultur- und Volksgruppenreferent Landeshauptmann Peter Kaiser mitteilt, wird die Ausstellung, von der Kulturabteilung gefördert, als Jubiläumsprojekt unter der Dachmarke CARINTHIja 2020 – 100 Jahre Kärntner Volksabstimmung gezeigt.

„Corona ist momentan das bestimmende Thema – es darf aber niemals zum alles überlagernden Thema werden. Gerade in dieser schwierigen Zeit ist es wichtig, dass wir uns intensiv mit uns als Menschen und als Gesellschaft auseinandersetzen. Kunst und Kultur bieten dafür wertvolle Blickwinkel und vielfältige Zugänge“, betont Landeshauptmann Peter Kaiser. Er freut sich, dass heuer im Werner Berg Museum die Ausstellung „Manfred Deix trifft Werner Berg“ trotz Corona so erfolgreich gelaufen ist. Sie gehörte ebenfalls zum Projektereigen von CARINTHIja2020. „Ich bin optimistisch, dass wir ‚doma/daheim‘ bereits unter besseren Bedingungen besuchen werden können. Und ich bin überzeugt davon, dass auch diese Ausstellung auf enormes Interesse stoßen und das Wir-Gefühl von slowenisch- und deutschsprechenden Kärntnerinnen und Kärntner weiter verstärken wird“, meint der Landeshauptmann. Er dankt Fotokünstler Karlheinz Fessl, dem Museumsteam mit Kurator Harald Scheicher und Leiter Arthur Ottowitz dafür, dass sie sich des so wichtigen Themas der slowenischen Sprache als selbstverständlicher Bestandteil Kärntens so ausdrucksstark annehmen.
Karlheinz Fessl sagt zu „doma/daheim“: „Ich bin der Meinung, dass es für einen Fotografen, der seinen Beruf, hier in Kärnten, ernst nimmt, auch ungeschriebene Aufträge gibt, die zu tun sind: Deshalb begann ich im Jahr 2013 Menschen zu portraitieren und zu interviewen. Ich machte mich auf, ins Jaun-, Rosen- und Gailtal, aber auch nach Klagenfurt, Graz und Wien, dorthin, wo die meisten Kärntner Sloweninnen und Slowenen leben. Es entstanden Gespräche, Fotografien und Videos. Die prominentesten Vertreter der Volksgruppe sollten den leiseren, den eher selten Gehörten, Raum geben. Das Projekt erhebt keinen wissenschaftlichen Anspruch. Es rührt aus journalistisch-künstlerischer Neugierde und der Überzeugung, dass die letzten Barrieren zu Fall gebracht werden können, wenn man konkrete Lebensgeschichten und Schicksale hört, liest und sieht.“
Die Ausstellung im Werner Berg Museum soll wieder durch großflächige Fassadengestaltungen in der Bleiburger Innenstadt erweitert werden. Der Skulpturengarten des Museums wird „Sprachbilder“ von Werner Hofmeister zeigen.
1. Mai bis 31. Oktober 2021
www.wernerberg.museum

Episode 63